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Dienstag, 10. Januar 2012

Riesterrente - die große Verarschung unserer Generation

hier ist ein Fernsehbericht der ARD darüber.

Es tat gut, wer sich nicht auf so etwas eingelassen hat.

Die im Januar 2001 eingeführte Riester-Rente sollte eine Ergänzung gesetzlichen Rente sein, vor allem unserer Generation (d.h. geboren 1965+).

Mit staatlichen Zuschüssen wurden wir seit etwa zehn Jahren geködert, solche Sparverträge anzulegen. Ich war von Anfang an mißtrauisch und heute zeigt sich die vermeintlich renditeträchtige Privatvorsorge à la Riester mehr und mehr als Betrügerei.

In dem o.g. Fernsehbeitrag wird gesagt,, daß die staatlichen Zuschüsse vor allem den Versicherungsgesellschaften zugute kommen und nicht den Sparern. Angeblich werfen Riesterversicherungen oft sogar weniger ab als viele ungeförderte Produkte, angeblich weil der Staat zwar die Ansparphase großzügig fördert, aber bei der Auszahlung ebenso großzügig Steuern erhebt. Viele Rentner müssten deshalb angeblich über 90 werden, um auch nur das Geld wiederzusehen, das sie in die Riester-Versicherungen eingezahlt haben.

Was bei mir hoffentlich nicht eintritt ist ein Totalverlust. Wer im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, bekommt nämlich die angesparte Riester Rente nicht oben drauf. Sie wird viel mehr verrechnet von der Sozialhilfe abgezogen.

Es gibt noch weitere Nachteile, denn das Gesamtziel wird auch nicht erreicht. Diese Riesterrenten werden nämlich meißtens nicht von den Kleinen und Armen abgeschlossen, sondern von den Besserverdienenden. Insgesamt hat nur etwa die Hälfte der Berechtigten üerhaupt einen Riesterrentenvertrag abgeschlossen.

Und jetzt kommt noch das Beste. Wegen der Finanz- und Eurokrise drohen die Anleihen wertlos zu werden. Staatsanleihen gelten entweder als riskant oder nicht profitabel. Die Verzinsung, die die Lebensversicherer ihren Kunden garantieren, ist mittlerweile auf mickrige 1,75 Prozent gesunken - und das auch nur auf den so genannten Sparanteil. Es wird also immer unwahrscheinlicher, dass man mit privatem Sparen die Kürzung bei der gesetzlichen Rente ausgleichen kann.

Guter Witz: die Reformen der vergangenen Jahre haben dafür gesorgt, dass die Rente künftig um bis zu 20 Prozent geringer ausfallen wird. Der Beitrag sagt, daß selbst wer 32 Jahre durchgehend zum Durchschnittslohn gearbeitet hat, im Alter Sozialhilfe benötigen wird.

Das ist doch ein schlechter Witz, oder?

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