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Donnerstag, 5. Januar 2012

Krebs im Endstadium, was tun?

heute 05.02.2012 gesehen auf hartgeld.com/sozialsysteme, eine wirklich nuetzliche Seite:

"Mein Vater hat gerade eben, in den letzten 10 Wochen seines Lebens, dem Gesundheitssystem mind. runde 100.000 € Umsatz gebracht. Eine Summe, die Sie, ich, wir alle bezahlen müssen. Und WOFÜR? Der Krebs ist raus! Aber für was für einen Preis? Mein Vater ist regelrecht verreckt nachdem der Oberarzt in gottgleicher Manie das Skalpell angesetzt hat! Auf eigenen Füßen ins Krankenhaus, danach aber keinen Schritt mehr, dafür von einem Kollaps der Organe in den anderen. Und nun in einer Kiste wieder raus!
Das Gesundheitssystem kann angeblich sooo viel heutzutage. Die können gar nichts! Ein Stück lebloses Fleisch künstlich am Leben halten, ja das können die. Mehr nicht! Die sind immer wieder völlig überrascht, was alles so nach und nach in einem Körper ausfallen kann. Das konnten die ja nicht ahnen …
Ich schon als Nicht-Mediziner! Mein Vater war dem Tode geweiht, ja. Aber nicht sofort und nicht unter solchen Bedingungen!
Das „System“ hat meinem Vater die letzten Wochen, Monate, Jahre genommen! Aber noch kräftig dran verdient, weil die Ärzte versucht haben, GOTT zu spielen. Aber dafür werde ich (mit)helfen, dem „System“ ebenfalls die Lebensgeister zu entziehen!
Gutes Beispiel: anstatt einem terminalen Krebspatienten genügend Schmerzmittel zu geben und ihn friedlich sterben zu lassen, wird er von den Gottspielern noch so gequält. Man sollte diese Gottspieler wegen der ausserhalb der Spitäler geltenden entsprechenden Paragrafen anzeigen."
Auf derselben Seite waren einige gute Tips, so wie der Folgende:
"Ich selbst habe für diesen Fall vorgesorgt, weil ich es in der Familie selbst schon so erlebt habe. Ich habe notariell verfügt, dass ich keine lebensverlängernden Maßnahmen wünsche, sollte ich nicht mehr bei Bewustsein sein. Das Dokument liegt auch den Leuetn vor, die in dem Fall entscheiden müssten, dem Notar sind zudem die Namen der Leute bekannt. Sollte ich selbst entscheiden können, werde ich, weil ich dieses perverse Siechtum schon selbst gesehen habe, darauf bestehen, mit Morphium nach Hause geschickt zu werden.
Diese Dokumente nennen sich:
- Generalvollmacht, damit die bestimmte Person über die festgelegten Dinge entscheiden kann
- Betreuungsverfügung, damit wird entschieden wer die Vollmacht darüber hat
- Patientenverfügung, damit klar gestellt wird was wie behandelt werden soll oder auch nicht
Man muss das nicht notariell machen, allerdings sollte das jedes Jahr wiederholt werden im Beisein von Zeugen. Vorlagen gibt es genügend im Internet, auch kann man das selbst abschreiben und den eigenen Wünschen anpassen. Viele Infos darüber liefert auch Google."
Und weiter:
"Nein, man braucht definitiv keinen Anwalt, um eine Behandlung abzulehnen. Unterschrift verweigern reicht völlig.
Auch wenn es unter den Ärzten mehr als genug soziale Inkompetenz zu geben scheint, so gehört es doch zu ihrer Aufgabe, Klartext zu reden und daß man sich mit klaren bis drastischen Darstellungen der Dinge nicht immer beliebt macht, davon kann man bei hartgeld.com ja auch ein Lied singen.
Die Schafsmentalität kommt eben überall zum Vorschein. Besonders offensichtlich in der Finanzwelt und dem Gesundheitssystem. Sich verführen lassen, Herdentrieb, Denken abschalten, Verantwortung auf den Arzt abwälzen und nachher laut blöken!
Wenn man unter Druck gesetzt wird Arzt / Klinik wechseln. Kommunizieren, daß man "zu Kollegen" geht.
Ansonsten gilt auch hier wie überall und auf hartgeld.com besonders: smart investieren auch in Gesundheit/Therapie.
a) Jeder Patient wird aufgeklärt und unterschreibt nicht nur, daß er aufgeklärt wurde, sondern auch alles VERSTANDEN hat - inklusive Folgen.
Verweigert man die Unterschrift und kann der Arzt somit nicht mehr behandeln, wird ein Verbleib im Hospital evtl. und konsequenterweise als nicht mehr sinnvoll angesehen. Der Wechsel in andere Institutionen ist einem doch frei gestellt. 
b) jede Klinik und jeder Chefarzt verfügt über umfangreiche Statistiken über Todesfälle / Risikenprofile / outcome von Therapien oder Nicht-Therapien bei spezifischen Erkrankungen in seinem Haus. Jeder Patient darf sich hier frei erkundigen und danach seine Entscheidung treffen, der Arzt ist verpflichtet hierüber Auskunft zu erteilen. Nur: die meisten Patienten wollen davon nichts wissen.
c) Das Jugendamt wird noch nichtmal routinemäßig eingeschaltet, wenn ein Zeuge Jehova bei seinem Kind eine geplante Bluttransfusion ablehnt... diese Kinder haben mehr Glück bei einem echten Notfall, wo keine Zeit bleibt, Erkundigungen über den Glauben der Eltern einzuholen..
d) wer zB keine Krebsbehandlung wünscht, sollte sich konsequenterweise um einen Hospizplatz bemühen, das den Ärzten kommunizieren und ärztliche Sterbebegleitung für zuhause in Anspruch nehmen, die es heutzutage fast flächendeckend gibt.
Krankenhäuser sind auf das Sterbenlassen nicht spezialisiert. Sterben ist dort quasi eine unerwünschte Nebenwirkung und bringt den Arzt nur unter Zugzwang "zu retten".
Aber den Mut diese Dinge in die Wege zu leiten ist meist genauso klein wie sein Vermögen in EM umzuschichten... erst wenn die Ärzte das Hospiz vorschlagen, wird etwas getan.
Ich wage zu behaupten, daß ein Kranker/die Angehöriger, der sich klar und selbstbestimmt verhält keinen Druck von Ärzten ausgesetzt sehen muß, sondern meist Unterstützung bekommt. Und: was soll ein Arzt denn noch machen, wenn ein Patient seine vorgeschlagene Behandlung ablehnt?
Wer einen Schreiner aufsucht, damit der ihm die Badinstallation vornimmt, der muß sich auch nicht wundern, wenn ihm gesagt wird, daß er an der falschen Stelle ist.
Er muß eben an die richtige Adresse gehen mit seinem Anliegen. Und soviele Ärzte, soviele Meinungen und Therapievorschläge gibt es. Niemand wird gezwungen bei einem bestimmten Arzt in Behandlung zu sein oder zu bleiben.
Ärzte haben insbesondere vor Klagen der Angehörigen Angst, daß etwas übersehen oder unterlassen worden ist. Und das kann einem in dieser Sparte den Kopf kosten (anders als bei einem deutschen Staatsoberhaupt, der sich allerlei Fehltritte erlauben kann). Von Angehörigen, die nicht unbedingt das Beste für den Kranken im Sinn haben einmal ganz abgesehen..."

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