Andererseits haben nicht viele ihre Meinung dazu abgegeben. Ganz schlimm finde ich den Kommentar vom Tigerentenzersaeger, ein Oberlehrer wie er im Buch steht. Es ist doch klar, dass wir unsere Demokratie nicht schleifen wollen. Das "System" muss weg, d.h. die Symbiose der Systemlinge auf Kosten der wenigen Leistungstraeger und im uebrigen auf Pump. Das ist alles.
Da wird aber im Kommentar von Marco ein interessantes Dokument zitiert,
http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/steuerboykott.pdf
Die wesentlichen zehn Punkte des passiven Widerstands gemaess diesem Dokument:
1.) Selbstversorgung, Tauschhandel und Alternativwährungen
2.) Abhängige Beschäftigung beenden
3.) Nur den nötigsten Geldbedarf im System beschaffen
4.) Bankrun und Geldboykott. Das Gleiche gilt für Lebensversicherungen, Riester-Rente, Rürup-Rente, Rente generell und alle sonstigen staatlich geförderten oder erzwungenen Vorsorgespenden. Aber auch alles, was an Börsen gehandelt wird. Aktien, Lebensversicherungen, Anleihen, Papiergeld und alle sonstigen Papierwerte in Sachwerte umtauschen, die man im privaten Tauschhandel einsetzen kann. Einige Sachwerte – zum Beispiel Edelmetalle – eignen sich außerdem hervorragend als Alternativwährung.
5.) Boykott der „systemrelevanten“ Banken und Versicherungen. Ein Konto oder eine Versicherung nicht bei den großen Konzernen, sondern allenfalls bei Volksbanken, Sparkassen und kleinen Versicherungsgesellschaften. Auf Kredite sollte man natürlich generell verzichten.
6.) Boykott der Konzerne durch Regionalisierung, insbesondere im Bereich Lebensmittel. Man sollte ihre Produkte meiden, auch wenn sie noch so billig und verlockend erscheinen. Alternativen bieten Wochenmärkte und regionale Hersteller, von deren Moral man sich vor Ort noch selbst überzeugen kann. Dies belebt die regionale (Tausch-)Wirtschaft und ist nebenbei auch besser für die Gesundheit.
7.) Boykott von Alkohol, Nikotin und Koffein.
8.) Boykott der Pharmakonzerne durch alternative Medizin
9.) Boykott der System-Medien, also Fernsehen, Radio und Presse. Alles abschalten, abmelden, nebenbei noch Kosten sparen und sich nur noch über unabhängige Medien informieren!
10.) Wahlboykott
Ich finde, dass sich ganz einfach die Punkte 2, 3, 4, 5, 9, und 10 umsetzen lassen.
Schwierig ist Punkt 1, denn dann muss man viel Zeit aufwenden, um sein Leben per Tuschhandel zu organisieren. Das ist ja gerade der Grund dafuer, warum sich Geld durchgesetzt hat.
Genauso schwierig die Nr. 6. Das kann man praktisch nur erfuellen, wenn man auf dem Land lebt. In der Grossstadt kann man das vergessen, seine Lebensmittel beim Erzeuger zu kaufen.
Bei der Nummer 7 geht es ans Eingemachte, denn ganz ohne Genussmittel ist das Leben schon sehr duerr. Und zum Umstellen auf Drogen wie Cannabis, wie der Artikel andeutet, bin ich nicht bereit.
Bei der Nummer 8 muss ich einfach sagen, dass ich viel Vertrauen in die Pharmaindustrie habe. Ich wurde schon mehrfach nachweislich durch Medikamente geheilt, bzw. waere unter Anwendung alternativer Medizin wahrscheinlich heute schwer beeintraechtigt. Aus dieser Erfahrung heraus faellt es mir schwer, einem Arzt nicht zu vertrauen, besonders wenn ich seine Diagnose und vorgeschlagene Behandlung selbst anhand oeffentlicher Quellen ueberprueft habe.
Aber es nuetzt ja schon, wenn jeder nur die Haelfte der Vorschlaege umsetzt, jeder so wie er kann.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen